Störtebeker Festspiele
Der legendäre Pirat und seine Abenteuer
Wunderschöne Strände, tolle Städte, viele Sehenswürdigkeiten und.............. die Störtebeker Festspiele, das gibt es alles auf der Insel Rügen.
Die Störtebeker Festspiele sind ein jährliches Highlight der Ostseeinsel Rügen, und das schon seit 1993.
Immer wieder von Ende Juni bis Anfang September finden sie in Ralswiek am Ufer des Großen Jasmunder Boddens statt und immer wieder sind sie ein Magnet für viele Tausend Menschen.
Aber wer war eigentlich Störtebeker?
Klaus oder Klaas Störtebeker war der Sage nach ein Seeräuber und ein Anführer der sog. Vitalienbrüder.
Geboren um 1360 soll er vermutlich am 20. Oktober 1401 in Hamburg gestorben sein.
Den Namen Störtebeker hat er sich angeblich wegen seiner Trinkfestigkeit „verdient“ haben – Stürz den Becher. Man stelle sich vor – er soll einen 4-Liter-Humpen Bier in einem Zug leergetrunken haben.
Viele Sagen umgarnen diese Gestalt. Angeblich soll Störtebeker in der Stubbenkammer auf Rügen und in der Störtebeker-Kuhle bei Heringsdorf unermessliche Schätze versteckt haben.
Eine weitere und wahrscheinlich bekannteste Legende besagt, das Störtebeker – zum Tode verurteilt – an den Bürgermeister von Hamburg die letzte Bitte richtete, dass all jene Männer seiner Crew überleben durften, an denen er nach der Enthauptung noch vorbeilaufen würde.
Es wurde ihm versprochen und er lief, der Legende nach, an 11 seiner Männer vorbei – bevor ihm der Henker ein Bein stellte. Der Bürgermeister aber brach sein Versprechen und ließ die gesamte Piratencrew enthaupten.
Neuere Forschungen lassen diese alten Geschichten als Märchen erscheinen und so soll dieser Klaus Störtebeker in Wirklichkeit der Kaufmann Johann Störtebeker aus Danzig gewesen sein und keineswegs ein Pirat.
Aber ist die alte Legende nicht viel romantischer?
Vor allem hat sie uns die Störtebeker Festspiele beschert – und das ist allemal ein Grund, sie weiter zu glauben.
Eigentlich liegen die Ursprünge der Festspiele schon im Jahr 1959. In diesem Jahr wurde nämlich ein Kulturauftrag der DDR umgesetzt und in Ralswiek die Rügenfestspiele geboren.
Auf einem Platz zwischen Schloss Ralswiek und dem Boddenufer entstand in lediglich 5 Monaten die legendäre Naturbühne auf welcher in den Jahren 1959 bis 1961 und 1980 bis 1981 die Ballade Klaus Störtebeker aufgeführt wurde. Das alles geschah allerdings mehr oder weniger im Verborgenen.
Erst 1993 wurden die Störtebeker Festspiele offiziell das erste Mal ausgerichtet. Und seitdem gibt es sie jedes Jahr wieder und immer natürlich auf der Naturbühne in Ralswiek, die allerdings immer wieder neu gestaltet und modernisiert wurde.
Mittlerweile ist diese Naturbühne eines der erfolgreichsten Open-Air-Theater in Deutschland. Der Fünfmillionste Besucher wurde am 19. Oktober 2010 gezählt.
Auch in diesem Jahr, im Jahr 2011, sind die Störtebeker-Festspiel schon wieder in vollem Gange.
Dabei wirken 120 Schauspieler, 4 Schiffe und 30 Pferde mit. Zur Aufführung gehören auch immer spektakuläre Feuerwerke und viele Spezialeffekte. Gerade in den letzten Tagen wurden diese Festspiele auch im ARD-Mittagsmagazin vorgestellt.
Die Geschichte von Störtebeker und seinen Mannen wird in jedem Jahr fortlaufend erzählt. So ist im Jahr 2011 die Geschichte um den Schatz der Templer dran. Sie behandelt das Eintreffen in Schottland, auf der Burg Sinclair.
Es geht um das Eingreifen Störtebekers in die Auseinandersetzung zwischen König Richard III. und seinem Bruder Steward, um magische Rituale der Alchemistin Ira und natürlich um die Suche von Störtebeker nach dem Gold der Templer. Es ist spannend vom Anfang bis zum Ende. Es lohnt sich jedes Jahr wieder die Festspiele zu besuchen.
Und auch wenn es im nächsten Jahr um die Enthauptung von Klaus Störtebeker gehen wird – es wird für die Störtebeker Festspiele bestimmt nicht das Ende bedeuten. Wer weiß – vielleicht fängt man einfach noch einmal vorne an. Wir wünschen Ihnen auf jeden Fall gute Unterhaltung und viel Spaß.